April 2017

Seniorenbüro Offenburg: „Aufsuchende Altenarbeit – Anlassbezogener Hausbesuch“

Die Stadt Offenburg bietet über das dortige Seniorenbüro in Zusammenarbeit mit unter anderem der Wohnberatung, der Seniorenwerkstatt und den Demenz- und Pflegelotsen bereits ein vielfältiges Angebot zur Unterstützung und Entlastung älterer Menschen an. Doch trotz der breit gefächerten Angebote zeigen die Erfahrungen, dass die kostenlosen Angebote häufig erst dann entdeckt werden, wenn akute Hilfe benötigt wird. Aus diesem Grund sollen die Seniorinnen und Senioren in Offenburg bereits früh aktiv aufgesucht werden, denn so besteht die Möglichkeit, ihnen die Herausforderungen des „Alterns“ zu nehmen.

Konkret bedeutet dies, dass die Bürgerinnen und Bürger über einen Zeitraum von einem Jahr regelmäßig besucht werden, idealerweise ab deren 70. Geburtstag. Dafür erhalten die Bürgerinnen und Bürger zum 70. Geburtstag einen Gratulationsbrief mit Ankündigung eines Besuchstermins. Sollten Seniorinnen oder Senioren kein Interesse an einem Besuch haben oder aber zeitlich verhindert sein, kann der Termin abgesagt werden - ansonsten erfolgt ein Besuch durch eine hauptamtliche Kraft des Seniorenbüros Offenburg.

Gestartet wurde das Projekt zunächst nur in einem Stadtteil, mittlerweile konnte es um zwei weitere Stadtteile erweitert werden. Bereits im Zeitraum der ersten vier Monate konnten 50 Kontakte hergestellt werden, wobei der Kontakt zu 22 Personen durch weitergehende Telefonate bestehen blieb. Im Jahr 2017 fanden bereits 67 Haustermine statt.  Durch die Hausbesuche wird den Seniorinnen und Senioren möglichst früh ein Zugang zu Beratungsangeboten hinsichtlich altersspezifischer Themen wie Wohnen, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Demenz- und Pflegelotsen oder aber zu den Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements gewährt. Viele der besuchten Personen leben in Einpersonenhaushalten und haben keine alltägliche Unterstützung durch einen Partner oder eine Partnerin, wodurch das neue Angebot des Seniorenbüros noch einmal an Bedeutung gewinnt.

Durch das Aufsuchen der Bürgerinnen und Bürger in deren Zuhause ist ein weitaus höherer Erreichungsgrad zu erzielen, als es etwa durch die Information über städtische Informationswege möglich wäre. Des Weiteren können durch die Hausbesuche Seniorinnen und Senioren gewonnen werden, die sich bürgerschaftlich engagieren und die vielfältigen Strukturen der Stadt Offenburg ehrenamtlich unterstützen wollen.

Das Projekt läuft seit Juli 2016 und befindet sich momentan noch in der Pilotphase. Nach Abschluss der Pilotphase sollen die Hausbesuche von geschulten Ehrenamtlichen übernommen werden, sodass lediglich noch die Begleitung und Koordination weiterhin durch Hauptamtliche durchgeführt werden. Unterstützt wird dieses Projekt in Offenburg durch den „Lions Offenburg e.V.“. In der Stadt Ulm konnte ein solches Projekt bereits erfolgreich etabliert werden.  

www.seniorenbuero-offenburg.de

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Januar 2017

Berlin: Tagung „Selbstbestimmung und Vollmacht statt Ohnmacht“

Im Sozialwerk Berlin e.V. fand am 22. März 2017 die Tagung „Selbstbestimmung und Vollmacht statt Ohnmacht“ statt. Richter, Rechtspfleger, Profis aus Betreuungsvereinen und -behörden, ehrenamtliche BetreuerInnen und andere Akteure diskutieren darüber, wie eine sinnvolle Vorsorge aussehen kann und was es in Berlin zu verbessern gilt.

Die Tagung wurde veranstaltet vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin, der Interessensgemeinschaft Berliner Betreuungsvereine sowie dem Landesseniorenbeirat Berlin, der sich seit Jahren für die Selbstbestimmung älterer Menschen einsetzt. Das Sozialwerk Berlin e.V. ist einer der 15 Modellstandorte im Projekt „SelbstBestimmt im Alter! – Vorsorge-Unterstützung im Team“ der BaS.

Einladung und Programm

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November 2016

Meppen: "Schön ist es auf der Welt zu sein ..." - Fotowettbewerb - Bilder vom Alter gesucht

Der Seniorenstützpunkt im Landkreis Emsland lädt gemeinsam mit dem Beirat für Senioren zu diesem Fotowettbewerb ein. In den Fotos soll der Lebenswirklichkeit von Senioren Rechnung getragen werden. Aus allen eingereichten Fotos werden die ausgewählt, die in einer Wanderausstellung gezeigt sowie in einer Broschüre zum Thema aufgenommen werden. Das so gezeigte Abbild des Alters soll u. a. zum Generationendialog in der Bevölkerung anregen.

Der Wettbewerb unterteilt sich in die vier Kategorien „Gesundheit und Wohlbefinden – Knackig oder klapprig?“, „Freundschaft und Partnerschaft – Ein Herz und eine Seele!“, „Jung und Alt – Was geht Alter?“, „Engagement und Teilhabe – Entfalten statt liften!“.

Eine Jury wird die besten Vorschläge mit einem Preisgeld von je 250 Euro pro Kategorie auszeichnen. Die Frist zur Einreichung der Fotos endet am 28. Februar 2017.

Weitere Informationen unter www.emsland.de/senioren oder direkt beim Seniorenstützpunkt in Meppen (Ansprechpartnerin Kerstin Knoll, Telefonnummer 05931/44-1267 oder E-Mail an seniorenstuetzpunkt@emsland.de)

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September 2016

Pfaffenhofen: Heirat im BaS-Patenschaftsprojekt

Dua Alhabet und Mohhamed Khalilo, beide aus dem syrischen Bürgerkrieg geflohen, haben im bayrischen Pfaffenhofen geheiratet. Begegnet sind sich die 24jährige Frau und der 20jährige Mann im Patenschaftsprojekt des örtlichen Seniorenbüros. Um in Deutschland die Ehe schließen zu können, waren einige bürokratische Hürden zu überwinden, wie die regionale Presse berichtet. Die BaS freut sich mit dem jungen Paar und wünscht für die gemeinsame Zukunft alles Gute!

zum Artikel
(Quelle: Donaukurier/Pfaffenhofener Kurier "Wenn Liebe keine Grenzen kennt" vom 16.09.2016, Seite 25)

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August 2016

Arnsberg: "ICH SEHE MICH - Interkulturelle Kunst als Brücke von Mensch zu Mensch"

Niemals hätte die Initiatorin Claudia Brozio damit gerechnet, dass so viele Menschen ihrem Aufruf folgten und an der Kunstaktion im Bürgerzentrum Arnsberg teilnahmen. „Bestimmt müssen wir gleich noch Kleber nachkaufen“, stellte sie mit einem erfreuten Lächeln fest. Denn rund 35 Menschen aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Deutschland trafen sich, um gemeinsam an einem Glaskunst-Objekt zu arbeiten. Gefördert vom Förderverein Wendepunkt e.V. hatte Claudia Brozio bereits Tage zuvor mit den Vorbereitungen begonnen. Es hat sich gelohnt!

Über 1000 Flüchtlinge leben in Arnsberg. Geflüchtet aus ihrer zermürbten Heimat. Vor Krieg. Vor Bomben. Gekommen über das Meer.

Menschen, die unvorstellbare Dinge gesehen haben.
Hier möchten sie sich ein neues Leben aufbauen.
Ein sicheres Leben. Ein angstfreies Leben!
Integration spielt dabei eine große Rolle.
Genauso wie menschliche Brücken.

Durch interkulturelle Kunst möchten die Menschen in Arnsberg Brücken bauen. Brücken von Mensch zu Mensch. "Ich sehe mich" ist das Motto der Spiegel- und Glaskunstaktion, die sie ihrem Ziel einen Schritt näher bringen sollte. Mit Steinen, Scherben und Kiesel aus Glas, vielen Klebern und endlos erscheinenden Spiegelfliesen.

Unter den Teilnehmern befanden sich auch Kinder des Ferienkurses am Gymnasium Laurentianum mit den beiden Betreuern Ulrike Bohn und Frank Albrecht. Auch zwei Schülerinnen der Oberstufe sind dazu gekommen, um mit den Kindern kreativ zu werden. Kaum zu glauben ist, dass auch die Jugendlichen mit Elan, Konzentration und Kreativität dabei waren. Ausdauernd zeigten die Jungs, was sie drauf haben. Die Glasspiegel, die hier entstanden sind, waren wahre Kunstwerke. Selbstverständlich konnten die großen Künstler ihre kleinen Werke auch mit nach Hause nehmen.

Ausschließlich das große gemeinsame Werk blieb im Bürgerzentrum – denn dieses soll demnächst an einem öffentlichen Platz ausgestellt werden. Wo, muss noch bestimmt werden.

Und auch wenn die Aktion den Namen „Ich sehe mich“ trägt, so sah an diesem Tag niemand nur sich allein – sondern die gesamte Gruppe, die ein einmaliges Glaskunstwerk schaffte.

Das Projekt „Alt für Jung – Patenschaften“ wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Menschen stärken Menschen) gefördert.

Eine multimediale Reportage zur Glaskunstaktion finden Interessierte unter:

https://www.arnsberg.de/zukunft-alter/projekte/Menschen_staerken_Menschen.php

oder direkt unter: http://zukunft-alter-arnsberg.pageflow.io/ich-sehe-mich-multikulturelle-kunst

Text & Fotos: Thora Meißner

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Juni 2016

Hanauer Sommerkino - Filme für alle Generationen

Zum fünften Mal konnten sich Hanauer Bürgerinnen und Bürger über gute Filme rund um das Thema Alter(n) freuen. Das städtische Seniorenbüro veranstaltete gemeinsam mit dem Kinopolis Hanau das „Hanauer Sommerkino“ vom 7. bis 10. Juni 2016. Ehrenamtliche „Kinolotsinnen und Kinolotsen“ informierten und begleiteten die Kinogäste. Im Anschluss an jeden Film wurde zum Gespräch eingeladen, nach einigen Filmen diskutierten auch Kinder aus Schulen zusammen mit älteren Besucherinnen und Besuchern und Fachleuten.

Besonderen Anklang fand in diesem Jahr die schwedische Komödie „Ein Mann namens Ove“, in der ein schrulliger Mann einsam und lebensmüde vor sich hin nörgelt. Als in seiner Nachbarschaft eine persische Familie einzieht, wird seine Hilfe gebraucht  – was zwar nicht alle Probleme löst, aber seine Einsamkeit durchbricht.

Diese Filme für alle Generationen „berühren und regen zum Nachdenken und Handeln an“, so Michael Stegmann, Abteilungsleiter Seniorenbüro Hanau. Begleitend zu den Filmen wurde die Ausstellung „Was heißt schon alt?“ des Bundesfamilienministeriums gezeigt. Möglich wurde das „Hanauer Sommerkino“ durch die Unterstützung des Kinopolis Hanau und mit Hilfe eines Zuschusses der örtlichen Sparkasse und des Fördervereins Palliative Patienten-Hilfe e.V..

www.senioren-hanau.de

www.hanau.de/lih/gesellschaft/alter/037308/index.html

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Mai 2016

Warendorf Flüchtlingspatin hilft bei Geburt im Auto

Was als Flüchtlingspatin auf sie zukommen würde, das hätte Hannelore Geng nicht gedacht. Die Seniorin engagiert sich seit Januar beim Seniorenbüro Warendorf im BaS-Projekt „Alt-für-Jung-Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ des BMFSFJ. Zusammen mit ihrem Mann Ludwig Geng hilft Hannelore Geng drei jesidischen Familien aus dem Irak, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.

Eine dieser Familien erwartete Mitte Mai ihr viertes Kind. Hannelore Geng, die selbst fünf Kinder großgezogen hat, begleitete die 25jährige Mutter Safia zu Arzt- und Hebammenterminen. Doch schon gut zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin war es frühmorgens plötzlich soweit. Hannelore Geng wollte Safia wie vereinbart zum Geburtshaus fahren, doch das Baby war schneller und so musste Hannelore Geng ihm helfen, auf dem Rücksitz des Autos auf die Welt zu kommen.

Das Erlebnis hat Hannelore Geng nicht abgeschreckt, im Gegenteil: Auch eine der anderen jesidischen Familien erwartet demnächst Nachwuchs, und für Geng ist es selbstverständlich, sie ebenfalls zu begleiten. Die Familien, die in Warendorf Zuflucht gefunden haben, sind dankbar für die Unterstützung durch ihre Paten. Für Safias Familie sind die Gengs so etwas wie „Ersatz-Großeltern“ geworden.

www.wn.de

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Februar 2016

Neumünster Seminar „Generation Erfahrung“ kam total gut an

Das Seniorenbüro Neumünster hat erstmalig ein Seminar „Neue Perspektiven entwickeln – selbstbestimmt und zuversichtlich die Zeit nach der Erwerbsphase gestalten“ für ältere Beschäftigte der Stadtverwaltung angeboten. Die Angestellten wurden für das fünftägige Seminar freigestellt – ein Dank des Oberbürgermeisters für die gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenbüros.

Die Idee und das Konzept des Seminars stammen aus dem Projekt „Generation Erfahrung“ der BaS. Die Teilnehmenden nahmen ermutigende Impulse für die Gestaltung der Zeit nach der Erwerbsphase mit und lernten vielfältige Möglichkeiten kennen, wie freiwilliges Engagement den Ruhestand bereichern kann. Die Resonanz war so groß, dass das Seminar nun ein weiteres Mal angeboten werden soll.

Bericht aus Neumünster

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