"ICH SEHE MICH - Interkulturelle Kunst als Brücke von Mensch zu Mensch"

Niemals hätte die Initiatorin Claudia Brozio damit gerechnet, dass so viele Menschen ihrem Aufruf folgten und an der Kunstaktion im Bürgerzentrum Arnsberg teilnahmen. „Bestimmt müssen wir gleich noch Kleber nachkaufen“, stellte sie mit einem erfreuten Lächeln fest. Denn rund 35 Menschen aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Deutschland trafen sich, um gemeinsam an einem Glaskunst-Objekt zu arbeiten. Gefördert vom Förderverein Wendepunkt e.V. hatte Claudia Brozio bereits Tage zuvor mit den Vorbereitungen begonnen. Es hat sich gelohnt!

Über 1000 Flüchtlinge leben in Arnsberg. Geflüchtet aus ihrer zermürbten Heimat. Vor Krieg. Vor Bomben. Gekommen über das Meer.

Menschen, die unvorstellbare Dinge gesehen haben.
Hier möchten sie sich ein neues Leben aufbauen.
Ein sicheres Leben. Ein angstfreies Leben!
Integration spielt dabei eine große Rolle.
Genauso wie menschliche Brücken.

Durch interkulturelle Kunst möchten die Menschen in Arnsberg Brücken bauen. Brücken von Mensch zu Mensch. "Ich sehe mich" ist das Motto der Spiegel- und Glaskunstaktion, die sie ihrem Ziel einen Schritt näher bringen sollte. Mit Steinen, Scherben und Kiesel aus Glas, vielen Klebern und endlos erscheinenden Spiegelfliesen.

Unter den Teilnehmern befanden sich auch Kinder des Ferienkurses am Gymnasium Laurentianum mit den beiden Betreuern Ulrike Bohn und Frank Albrecht. Auch zwei Schülerinnen der Oberstufe sind dazu gekommen, um mit den Kindern kreativ zu werden. Kaum zu glauben ist, dass auch die Jugendlichen mit Elan, Konzentration und Kreativität dabei waren. Ausdauernd zeigten die Jungs, was sie drauf haben. Die Glasspiegel, die hier entstanden sind, waren wahre Kunstwerke. Selbstverständlich konnten die großen Künstler ihre kleinen Werke auch mit nach Hause nehmen.

Ausschließlich das große gemeinsame Werk blieb im Bürgerzentrum – denn dieses soll demnächst an einem öffentlichen Platz ausgestellt werden. Wo, muss noch bestimmt werden.

Und auch wenn die Aktion den Namen „Ich sehe mich“ trägt, so sah an diesem Tag niemand nur sich allein – sondern die gesamte Gruppe, die ein einmaliges Glaskunstwerk schaffte.

Das Projekt „Alt für Jung – Patenschaften“ wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Menschen stärken Menschen) gefördert.

Eine multimediale Reportage zur Glaskunstaktion finden Interessierte unter:

https://www.arnsberg.de/zukunft-alter/projekte/Menschen_staerken_Menschen.php

oder direkt unter: http://zukunft-alter-arnsberg.pageflow.io/ich-sehe-mich-multikulturelle-kunst

Text & Fotos: Thora Meißner

Alt für Jung-Patenschaften - Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete: Besuch in Arnsberg

Foto: Thora Meißner

„Menschen stärken Menschen“ so heißt das Bundesprogramm, an dem sich auch die BaS beteiligt. Aber wie gelingt das? Darüber sprach Erik Rahn, Projektbeauftragter der BaS, mit den örtlichen Verantwortlichen Marita Gerwin und Markus Polenz sowie Patinnen und Paten in Arnsberg. Es entwickelte sich ein spannender und konstruktiver Austausch zu den Erfahrungen aus dem Engagement für geflüchtete Menschen. Die Aktiven berichteten, welche Erfolgsfaktoren und Stolpersteine sie in den vergangenen Monaten ausgemacht haben, um das Ankommen und die Integration zu unterstützen und zu begleiten. Die Fachstelle Zukunft Alter Arnsberg beteiligt sich mit zur Zeit 25 Patenschaften an dem bundesweiten Programm.

 

 

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