„SelbstBestimmt im Alter! - Vorsorge-Unterstützung im Team"

Selbstbestimmt zu leben und gut versorgt zu sein, das wünschen sich die meisten Menschen auch im Alter. Wenn die Kräfte nach- lassen, brauchen viele Menschen jedoch Unterstützung. In 15 Seniorenbüros (davon 3 gleichzeitig Mehrgenerationenhäuser) bundesweit werden Modelle entwickelt, wie dies im Team von haupt- und ehrenamtlichen Hilfen gelingen kann.

Drei Elemente sind Kern des Projekts:

  1. Vorsorge und Beratung:
    Information, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zu Vorsorgevollmachten und rechtlicher Betreuung, Zugänge für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz
  2. Niedrigschwellige Hilfeangebote durch Vernetzung:
    Vernetzung zwischen Altenhilfe und anderen sozialen Hilfen sowie Betreuungsangeboten, sinnvolle Verzahnung von professionellen und ehrenamtlichen Hilfen

  3. Förderung des bürgerschaftlichen Engagements:
    Auf- bzw. Ausbau von tragenden Strukturen zur Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt, Gewinnen, Qualifizieren und Begleiten von ehrenamtlich Engagierten

Die 15 Modellstandorte sind:

  • Berlin, Sozialwerk Berlin e.V. (Seniorenbüro)
  • Bingen, Treff im Stift (Seniorenbüro)
  • Bremen, Ambulante Versorgungsbrücken e.V. (Seniorenbüro)
  • Bocholt, Stadt Bocholt (Seniorenbüro)
  • Celle, Frauenräume in Celle e.V. (Seniorenbüro und MGH)
  • Flensburg, Stadt Flensburg (Seniorenbüro)
  • Hanau, Stadt Hanau, MGH Fallbach (MGH)
  • Mülheim a.d. Ruhr, Stadt Mülheim (Seniorenbüro)
  • Neumünster, Stadt Neumünster (Seniorenbüro)
  • Norden, KVHS Norden (MGH)
  • Offenburg, Stadt Offenburg (Seniorenbüro und MGH)
  • Regensburg, Stadt Regensburg (Seniorenbüro)
  • Saalfeld-Rudolstadt, AWO KV Saalfeld-Rudolstadt (Seniorenbüro)
  • Starnberg, Caritasverband Starnberg e.V. (Seniorenbüro)
  • Wartburgkreis, Sozialwerk des Demokratischen Frauenbundes, LV Thüringen e.V. (Seniorenbüro)

Das Projekt (Laufzeit: 01.09.2016 bis 31.08.2019) wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.


Projektvorstellung bei der Jahrestagung der LaS NRW

BaS-Geschäftsführerin Gabriella Hinn und Praxisstudentin Martha Weitzell stellten das Projekt "SelbstBestimmt im Alter! - Vorsorge-Unterstützung im Team" bei der Jahresfachtagung der Landesarbeits-gemeinschaft Seniorenbüros NRW am 19. Juni 2017 in Düsseldorf vor. BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering interviewte die BaS-Vertreterinnen und interessierte sich für die Arbeit im Projekt, bei dem mit Bocholt und Mülheim a.d. Ruhr zwei Standorte in NRW beteiligt sind.

Tagung zum 7. Altenbericht in Heidelberg

Bei der bundesweiten Fachtagung in Heidelberg am 10. Mai 2017 „Engagement und Sorgestrukturen im kommunalen Raum – Befunde und Konsequenzen des Siebten Altenberichts der Bundesregierung“ in der Alten Aula der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg stellte der BaS-Vorsitzende Franz-Ludwig Blömker das Projekt "SelbstBestimmt im Alter! - Vorsorge-Unterstützung im Team" vor. Die Tagung war mit 170 Teilnehmenden besucht, die Dokumentation sowie eine kleine Fotogalerie finden Sie hier.

v.l.n.r. Prof. Dr. Andreas Kruse (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Susanne Kümpers (Hochschule Fulda), Annette pauly (BMFSFJ), Sabine Hantzko (stellv. BaS-Vorsitzende), Franz-Ludwig Blömker (BaS-Vorsitzender)

Erstes Projektetreffen: Die Rolle der 'anderen Hilfen', Zukunftsvisionen, nächste Schritte

Zum ersten Projektetreffen kamen Seniorenbüros und Kooperationspartner im Projekt „SelbstBestimmt im Alter!“ am 26. April 2017 in Frankfurt/Main zusammen. Der Fachvortrag „Zwischen Nachbarschaftshilfe und rechtlicher Betreuung: Die Rolle und Bedeutung ‚anderer Hilfen‘“ der Betreuungsrechts-Expertin Prof. Dr. Dagmar Brosey von der TH Köln machte deutlich, dass die ehren-amtliche Unterstützung älterer Menschen eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Hilfen sowie zur rechtlichen Betreuung ist.

Ehrenamtliche könnten beispielsweise als Lotsen Zugänge zu sozialen Hilfen ermöglichen oder als Fürsprecher die Wünsche und Bedürfnisse älterer Menschen übermitteln. Voraussetzung dafür sei jedoch eine gute professionelle Begleitung der Engagierten, eine kritische Reflexion der Tätigkeit und die Absicherung gegen Missbrauch.

Die Teilnehmenden entwickelten im Anschluss an den Vortrag Zukunftsvisionen für die Arbeit im Projekt und nannten die Sensibilisierung zur Vorsorge, das Brückenbauen zu geeigneten Ansprechpartnern und die Zusammenarbeit in kommunalen Netzwerken als wichtige Ziele. An allen Standorten sind nun weitere Schritte wie Veranstaltungen, Schulungen von bürgerschaftlich Engagierten, Entwickeln von Materialien wie z.B. einer „Notfalldose“ und andere Unterstützungsangebote für ältere Menschen geplant.

Teilnehmende des Projektetreffens mit den "nächsten Schritten"

Tagung „Selbstbestimmt und Vollmacht statt Ohnmacht“ in Berlin

Bei der Tagung „Selbstbestimmt und Vollmacht statt Ohnmacht“ am 22.03.2017, veranstaltet vom Landesseniorenbeirat und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, mit 140 Teilnehmenden, stellte das Sozialwerk Berlin das Projekt „SelbstBestimmt im Alter! – Vorsorge-Unterstützung im Team“ vor.

Besucherinnen und Besucher des Stadtteilzentrums „Käte-Tresenreuter-Haus“ des Sozialwerks Berlin e.V. können Unterstützung aus diesem Projekt in Anspruch nehmen. Ein Kompetenz-Team aus beruflich erfahrenen Expertinnen berät zu Vorsorge und Vollmachten, bildet ehrenamtlich Engagierte  zu Themen rund um Alter, Pflege und rechtliche Betreuung weiter und organisiert bei Bedarf ehrenamtliche Alltagshilfen, so dass u.U eine gerichtlich angeordnete Betreuung nicht erforderlich wird.

„SelbstBestimmt im Alter!“ – Erstes Treffen der Steuerungsgruppe

Am 16.03.2017 kam erstmals die Steuerungsgruppe des Projekts „SelbstBestimmt im Alter!“ bei der BaS zusammen.

Die Mitglieder aus den Bereichen Altenhilfe und Betreuungsrecht, Wissenschaft und Praxis begleiten das Projekt „SelbstBestimmt im Alter!“ mit fachlicher Expertise und Impulsen über den gesamten Projektverlauf.

Die Teilnehmenden der Steuerungsgruppe (Foto: BaS e.V.)

„SelbstBestimmt im Alter!“ Projektauftakt mit 15 Modellstandorten

Zum Auftakt des Projekts „SelbstBestimmt im Alter! – Vorsorge-Unterstützung im Team“ trafen sich die beteiligten Standorte am 26.01.2017 im BMFSFJ in Bonn mit der Leiterin des Referats Internationale Altenpolitik und Inklusion, Barbara Wurster, und dem BaS-Vorsitzenden Franz-Ludwig Blömker.

Deutlich wurde, dass die 15 Seniorenbüros und Mehrgenerationenhäuser bereits vielfältige Unterstützung in Form von Besuchsdiensten und Nachbarschaftshilfen sowie Beratung für ältere Menschen anbieten. Dank einer starken Vernetzung vor Ort sehen sich die Projektstandorte gut gerüstet, um dieses Angebot um Themen rund um Vorsorge und Betreuung auszuweiten, das bürgerschaftliche Engagement zu diesem Bereich zu fördern sowie haupt- und ehrenamtliche Hilfen zu verknüpfen.

Die BaS koordiniert den Fachaustausch unter den Projektbeteiligten und wird in diesem Jahr noch zwei Projektetreffen anbieten sowie an allen Standorten Projektgespräche führen und die beteiligten Seniorenbüros bzw. Mehrgenerationenhäuser bei der Entwicklung der Modelle fachlich beraten.

Projekt-Präsentation beim Bund-Länder-Workshop im BMFSFJ

Am 06.12.2016 war die BaS eingeladen, das Projekt im „Bund-Länder-Workshop“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Bonn vorzustellen.

In diesem Fachgremium erörtern Vertreterinnen und Vertretern aus den Landesministerien und –behörden Erfahrungen zum Thema „Schnittstellen: ehrenamtliche, andere Hilfen und Erforderlichkeit von rechtlicher Betreuung“. Der Bund-Länder-Workshop fand zum vierten Mal statt.

Projektvorstellung bei der BaS-Jahresfachtagung

Bei der BaS-Jahresfachtagung am 21./22.11.2016 in Köln stellte Projektleiterin Agnes Boeßner das Projekt vor rund 110 Teilnehmenden aus Seniorenarbeit, Politik und Wissenschaft vor.

Unter dem Titel der Tagung „Seniorenbüros schaffen Zugänge – Teilhabe ermöglichen in einer vielfältigen Gesellschaft“ erläuterte sie in einem Gallery-Walk Beispiele dafür, wie die BaS Zugänge für Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf schafft, auch im Vorfeld rechtlicher Betreuungen.

BaS gewinnt Posterwettbewerb beim 4. Weltkongress Betreuungsrecht

Das Poster zum neuen Projekt der BaS mit dem Slogan „Selbstbestimmt und mittendrin!“ hat den Wettbewerb beim 4. Weltkongress Betreuungsrecht gewonnen. Gesucht waren die besten Projektvorstellungen in Posterform zum Thema „Erwachsenenschutzrechte unter besonderer Berücksichtigung von Seniorinnen und Senioren – Wissenschaftliche Forschung und best-practice-Modelle“.

Die neun Gewinner-Poster wurden beim 4. Weltkongress Betreuungsrecht präsentiert, der vom 14. bis 17. September 2016 und zum ersten Mal in Deutschland stattfand. Die BaS stellte damit das vom BMFSFJ geförderte Projekt zur Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe für ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf (s.o.) erstmals öffentlich vor. Das Poster ist in Deutsch und Englisch auf der Seite des Weltkongresses zu finden.

Barbara Wurster (BMFSFJ) hält die Laudatio auf die neun GewinnerInnen des Posterwettbewerbs.
3.v.l.: BaS-Poster mit Projektleiterin Agnes Boeßner

Foto: BGT e.V., Ulrich Pfeiffer

www.wcag2016.de

Einen Link zur Preisverleihung finden Sie hier:
www.youtube.com

BaS startet neues Projekt zur Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit Unterstützungsbedarf im Alter

Die allermeisten Menschen wünschen sich, auch im Alter in ihrem gewohnten Zuhause und ihrem Quartier leben zu können. „Leben und sterben, wo ich hingehöre“ hat es Klaus Dörner als Ziel formuliert. Wenn die Kräfte nachlassen, benötigen viele Menschen jedoch Unterstützung, um den Alltag zu bewältigen und ihre Versorgung zu sichern

Die BaS startet daher zum 01.09.2016 ein neues Projekt, das älteren Menschen mit Unterstützungsbedarf bereits im Vorfeld rechtlicher Betreuung „andere“ Hilfen im Alltag ermöglicht und die Selbstbestimmung und Teilhabe im Alter stärkt. Es wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und läuft insgesamt drei Jahre – bis Ende August 2019.

15 Modellstandorte bundesweit

An 15 Standorten bundesweit entwickeln und erproben Seniorenbüros zusammen mit ehrenamtlich engagierten älteren Menschen,  mit Betreuungsvereinen, mit  Mehrgenerationenhäusern und/oder anderen erfahrenen „Profis“ innovative Modelle, wie durch vernetzte Angebote im Quartier die Selbständigkeit im Alter und die Teilhabe älterer Menschen gestärkt und im Einzelfall ggf. sogar eine rechtliche Betreuung verzögert oder vermieden werden kann.

Vorsorge, Begleitung und konkrete Unterstützung

Ein Schwerpunkt des Projekts ist die Beratung zu Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. Durch die professionellen Unterstützungsangebote für die Ehrenamtlichen soll das bürgerschaftliche Engagement von Seniorinnen und Senioren für ältere Menschen im Alltag zugleich gefördert und ausgebaut werden. Die Hilfe kann von Besuchen gegen die Einsamkeit, Begleitung zum Arzt oder bei Ämtergängen bis hin zu Unterstützung bei schriftlichen Angelegenheiten und bei der Inanspruchnahme anderer Hilfen reichen.

Nähere Informationen: Agnes Boeßner, boessner@seniorenbueros.org


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