BaS-Fachaustausch

Gemeinsam auf Start!?: Erster Netzwerktag für Seniorenbüros und weitere Anlaufstellen für ältere Menschen

Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD), Mainz am 13. September 2017

Welche gemeinsamen Handlungsfelder ergeben sich aus den Empfehlungen des 7. Altenberichts im Hinblick auf die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und bei Freizeitangeboten sowie im Aufbau und in der Vermittlung von Hilfen und Beratungsleistungen vor Ort? Welche Möglichkeiten und konkreten Perspektiven für eine landesweite Zusammenarbeit und Vernetzung von regionalen Anlaufstellen für ältere Menschen lassen sich daraus entwickeln? Diesen Fragen gingen Fachkräfte und Ehrenamtliche aus Seniorenbüros, Mehrgenerationenhäusern, Altentagesstätten, Dorfgemeinschaften und weiteren Einrichtungen aus ganz Rheinland-Pfalz auf ihrem ersten Netzwerktag nach.

Fotos: BaS e.V.

PROGRAMM

PRESSEMELDUNG

 

ERÖFFNUNG

Moderator Jörg Marx, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft NRW

BEGRÜßUNG

Gabi Frank-Mantowski, Landesleitstelle "Gut leben im Alter", Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz

"Heute findet der erste gemeinsame Netzwerktag für die zahlreichen verschiedenen Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz statt. Es geht um Erfahrungsaustausch, Vernetzung, Kennenlernen von guten Beispielen der Zusammenarbeit und um das Festhalten von Wünschen für die Zusammenarbeit vor Ort.

Die Anlaufstellen für ältere Menschen sind eine wichtige Ressource für ein gutes Leben mitten in der Gemeinde im Alter. Sie bieten Kontakt, Kommunikation, gemeinsame Freizeit, verschiedene Angebote, Hilfe und Unterstützung, Information, Beratung und Überwindung von Einsamkeit und sind niedrigschwellig zugänglich.

Die Anlaufstellen haben ein großes Potential, das unterstützt und fortentwickelt werden sollte. Wir wollen ihre Arbeit zukunftsfest machen, weitere Menschen für die Mitarbeit in den Anlaufstellen gewinnen, sie bei Bedarf auch als eine Anlaufstelle für Jung und Alt in der Gemeinde mit generationenübergreifenden Aktivitäten entwickeln, bürgerschaftlichem Engagement in den Einrichtungen Raum geben und die regionale Vernetzung und Zusammenarbeit stärken, so dass mehr Menschen diese Einrichtungen vor Ort nutzen. Dieser Netzwerktag will dazu erste Schritte einleiten."

GRUßWORT

Franz-Ludwig Blömker, BaS-Vorsitzender

VORTRAG "Teilhabe ermöglichen, Vernetzung organisieren und Sorgestrukturen mitgestalten - zentrale Botschaften des 7. Altenberichts der Bundesregierung"

Dr. Frank Berner, Geschäftsstelle für die Altenberichte der Bundesregierung, Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA)

Der 7. Altenbericht der Bundesregierung unter dem Titel "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften" misst der lokalen Ebene eine wachsende Bedeutung in der Gestaltung dieser Aufgabe bei. Auf der Grundlage der Erkenntnisse des Berichts benannte Dr. Berner konkrete Ansatzpunkte für die beteiligungsorientierte Entwicklung von Sozialräumen. 

DISKUSSIONSRUNDE

mit Dr. Frank Berner und Akteuren guter Praxis der Seniorenarbeit in Rheinland-Pfalz

Ria Krampitz, Leiterin Seniorenbüro der Stadtverwaltung Speyer

Das Seniorenbüro hat es sich zur Aufgabe gemacht, Teilhabe bis ans Lebensende zu ermöglichen. Dafür stehen zum Beispiel regelmäßige Kulturangebote und mit der jährlichen Veranstaltung "Wir sind dabei!" - auch intergenerative - Angebote für Hochaltrige.  

Ursula Berrens, Anlaufstelle für Senioren in der Verbandsgemeinde Speicher

In Speicher fördert das Projekt "Ich teile meine Bank" die Kommunikation in der Nachbarschaft. Mitfahrerbänke und ein ehrenamtlicher Rufbau stehen für innovative Ansätze in Sachen Mobilität.

Sylvia Zöller, Seniorenbeauftragte der Ortsgemeinde Herxheim

"Nur zusammen sind wir stark" - unter dieser Devise moderiert die Seniorenbeauftragte seit drei Jahren ein Netzwerk von Seniorenbeauftragten im Landkreis Südliche Weinstraße, an dem sich 12 Seniorenbeauftragte beteiligen.

Andrea Nichell-Karsch, Quartiersmanagerin Stift St. Martin Bingen

Der Name ist Programm: Der "Treff im Stift" holt als Ort der Begegnung Themen und Menschen in die stationäre Einrichtung der Altenhilfe, die nicht unbedingt etwas mit dem Älterwerden zu tun haben, zum Beispiel ein Repaircafé.

GRUßWORT

Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz

"Die vielfältigen Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz sind ein wertvoller und unverzichtbarer Baustein im Leben vieler älterer Bürgerinnen und Bürger. Deshalb wollen wir als Landesregierung einen Prozess unterstützen, um die Anlaufstellen zu stärken und insbesondere den Austausch untereinander und die Zusammenarbeit vor Ort anzuregen", erklärte die Ministerin.


THEMENTISCHE für eine offensive Senioren- und Freiwilligenarbeit

Ermutigen - ermöglichen - beteiligen - vernetzen und gemeinsam gestalten!

An vier verschiedenen Thementischen tauschten sich die Teilnehmenden in zwei Runden zu Schwerpunktfeldern ihrer Arbeit aus und erarbeiteten anhand von Leitfragen konkrete Ansätze für die künftige Gestaltung eines gutes Lebens im Alter.

Thementisch ERMUTIGEN

Wie ermuntern wir Menschen, sich selbst zu organisieren?

Was heißt für uns Wertschätzung / Begleitung im bürgerschaftlichen Engagement?

Thementisch ERMÖGLICHEN

Welche Bedingungen finden wir für unsere Arbeit vor?

Was und wen brauchen wir?

Thementisch BETEILIGEN

·         Mit wem und für wen arbeiten wir?

Wie gelingt uns eine inklusive Gemeinwesenarbeit, die alle Zielgruppen einbezieht?

Thementisch VERNETZEN

·        Zu welchen Themen vernetzen wir uns?

Mit wem vernetzen wir uns wie?

"Die BaS als Partner in der Unterstützung der Senioren- und Freiwilligenarbeit und landesweite Vernetzungsmöglichkeiten"

Gabriella Hinn im Gespräch mit Jörg Marx

"Wir sind die Stimme der Seniorenbüros auf Bundesebene und stehen für ein positives Altersbild, das von den Potenzialen älterer Menschen ausgeht", brachte Gabriella Hinn das Selbstverständnis der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros auf den Punkt. Als Geburtshelferin von Landesarbeitsgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Thüringen warb die Geschäftsführerin der BaS für eine landesweite Netzwerkbildung auch in Rheinland-Pfalz. Sie benannte "eine Menge von Vorteilen", die z.B. im fachlichen Austausch und Fortbildungsangeboten, in der Schärfung des fachlichen Profils, in Möglichkeiten einer gemeinsamen Öffentlickeitsarbeit oder in der Herstellung von Zugängen zu anderen Trägern oder zur Politik bestehen.

Wege zu einer landesweiten Netzwerkbildung und Schlussrunde

Am Ende des Tages bestand Einigkeit, dass der bereichernde Austausch weitergeführt werden und der Weg in ein landesweites Netzwerk eingeschlagen werden soll. In den Reihen der Teilnehmenden fanden sich viele, die sich künftig aktiv daran beteiligen wollen, eine Lobby für ihre Arbeit zu bilden. Erster Schritt soll die Durchführung eines gemeinsamen Workshops am 7. März 2018 in Mainz sein. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie will sich an der Rahmensetzung für diesen Prozess beteiligen.

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